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Internet an Bord in Deutschland: So bleibt Ihr Boot online

Ob für aktuelle Wetterprognosen, digitale Seekarten, Streaming an Bord oder schlicht den Kontakt mit der Familie – eine zuverlässige Internetverbindung gehört heute zur Grundausstattung vieler Boote. Doch zwischen dem Smartphone in der Hosentasche und einer professionellen Multi-WAN-Anlage gibt es eine breite Palette an Lösungen, die sich in Reichweite, Geschwindigkeit, Kosten und Aufwand stark unterscheiden.

In diesem Beitrag von EK Marine Service erklären wir verständlich, welche Technologien zur Verfügung stehen, welche für welches Boot sinnvoll sind, und worauf Sie in der Praxis achten sollten – mit besonderem Blick auf die Realität deutscher Binnengewässer und Küstenreviere wie das Steinhuder Meer, den Mittellandkanal oder die Ostsee.

Contents

Warum klassisches Smartphone-Tethering oft nicht ausreicht

Die einfachste Lösung scheint zunächst, das Smartphone als mobilen Hotspot zu nutzen. Für gelegentliche Kurztrips auf dem See oder einen schnellen Wetter-Check funktioniert das auch durchaus zuverlässig. Sobald aber mehrere Geräte gleichzeitig online sein sollen – Plotter mit Online-Karten, Smart-TV im Salon, Kameras, Tablets der Familie – stößt das Tethering schnell an seine Grenzen. Hinzu kommt der Akkuverbrauch des Smartphones, der bei aktivem Hotspot drastisch steigt.

Ein technisch oft unterschätzter Punkt ist die Signaldämpfung durch den Bootsrumpf. Insbesondere Rümpfe aus GFK, Aluminium oder Stahl wirken wie Faraday-Käfige und schirmen das hochfrequente Mobilfunksignal teilweise ab. Das Smartphone unter Deck zeigt vielleicht noch zwei Balken, doch die tatsächliche Datenrate bricht spürbar ein. Auch das umgebende Wasser absorbiert und streut Mobilfunksignale – ein Effekt, der mit zunehmender Entfernung vom Ufer immer stärker wird. Eine fest installierte Außenantenne mit Verbindung zu einem Router unter Deck löst dieses Problem zuverlässig.

Die drei Säulen der Bordkonnektivität

Moderne Bord-Internetlösungen kombinieren in der Regel mehrere Verbindungsarten, um Ausfallzeiten zu minimieren und Kosten zu kontrollieren. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt vom Revier, der Nutzungsintensität und dem Budget ab. Im Kern stehen drei Technologien zur Verfügung, die sich gegenseitig ergänzen.

Mobilfunk (4G/5G) – die wichtigste Säule für Binnengewässer

Auf deutschen Binnenseen, Flüssen und Bundeswasserstraßen ist Mobilfunk die mit Abstand wirtschaftlichste und schnellste Verbindungsoption. Mit einer richtig installierten Außenantenne lassen sich Verbindungen zu Mobilfunkmasten in bis zu 20–30 Kilometern Entfernung aufbauen – je nach Topographie und Höhe der Antenne. Für Reviere wie das Steinhuder Meer, den Dümmer oder den Mittellandkanal reicht ein gutes 4G/5G-Setup praktisch immer aus. Die Netzabdeckung der großen deutschen Anbieter ist auf den meisten Binnengewässern flächendeckend.

Satellit (LEO/Starlink) – wenn Mobilfunk an die Grenze stößt

Für Touren in entlegene Küstenreviere, ausgedehnte Ostsee-Etappen oder Reisen ins Ausland, wo lokale SIM-Karten umständlich werden, bietet sich ein LEO-Satellitensystem wie Starlink an. Die niedrige Umlaufbahn der Satelliten (500–1.200 km) ermöglicht Latenzen unter 50 ms – vergleichbar mit einer guten Mobilfunkverbindung an Land. Für reine Binnennutzung in Deutschland ist Starlink technisch oft Overkill, kann aber dort sinnvoll sein, wo Mobilfunkabdeckung schwach oder das Boot häufig in unterschiedlichen Ländern unterwegs ist.

Marina-WLAN – die kostenlose Ergänzung im Hafen

Viele Marinas in Deutschland bieten kostenloses oder günstiges WLAN an. Für datenintensive Aufgaben – Kartenmaterial-Updates, Backups, große Software-Aktualisierungen – ist das oft die einfachste Lösung, um das eigene Mobilfunkvolumen zu schonen. Allerdings ist das Hafen-WLAN häufig schwach, überlastet und durch Boote, Masten und Hafengebäude stark abgeschattet. Mit einem speziellen Marine-WLAN-Booster lässt sich aber auch ein schwaches Signal noch nutzbar machen, dazu unten mehr.

Mobilfunk auf dem Boot: 4G und 5G richtig nutzen

Die Verkaufsregel klingt einfach: Antenne so hoch wie möglich, Router so nah an der Antenne wie möglich. In der praktischen Umsetzung steckt jedoch deutlich mehr Technik dahinter, als es zunächst scheint. Wer das Maximum aus seinem Bordnetz herausholen möchte, sollte einige Grundlagen kennen.

Außenliegende Marineantennen

Eine fest installierte Außenantenne ist der größte Hebel für stabile Verbindungen an Bord. Marine-Antennen sind UV- und salzwasserbeständig konstruiert und decken meist mehrere Mobilfunkbänder gleichzeitig ab. Wichtig ist die Wahl einer omnidirektionalen Antenne: Sie funktioniert unabhängig von der Bootsausrichtung, was bei vor Anker liegenden oder schwingenden Booten entscheidend ist. Hochwertige Modelle bieten Antennengewinne von 5–10 dBi und sind speziell für die maritime Umgebung zertifiziert.

Ein häufig unterschätztes Problem ist die Signaldämpfung im Koaxialkabel zwischen Antenne und Router. Gerade bei höheren Frequenzen, wie sie 5G nutzt, kann ein langes Kabel den gewonnenen Antennenvorteil komplett zunichtemachen. Bei Segelyachten mit hohen Masten ist deshalb ein integriertes Dome-Konzept oft die elegantere Lösung: Hier sitzt der Router direkt im wetterfesten Antennengehäuse, und nur ein einziges Ethernet-Kabel führt unter Deck. Damit entfällt der Signalverlust auf langen Koaxialwegen vollständig.

Integrierte Marinerouter

Für klassische Sport- und Familienboote – wie sie auch in unserem Bootsangebot typisch sind – ist ein kompakter integrierter Marinerouter meist die praktischste Lösung. Geräte dieser Klasse vereinen Modem, Antenne, WLAN-Accesspoint und teilweise auch SIM-Verwaltung in einem einzigen wetterfesten Gehäuse. Bekannte Vertreter sind etwa der Glomex weBBoat Plus 5G oder die Peplink-MAX-BR1-Serie. Diese Systeme sind speziell für die maritime Umgebung entwickelt und übernehmen automatisch das APN-Management, Carrier-Aggregation und – sofern vorhanden – das automatische Umschalten auf gespeicherte Marina-WLAN-Netzwerke beim Anlegen.

SIM-Karten und Datentarife in Deutschland

In Deutschland ist die Auswahl an mobilen Datentarifen groß. Reine Daten-SIMs sind häufig deutlich günstiger als die klassischen Smartphone-Tarife und bieten oft 50 bis 200 GB Datenvolumen für moderate Monatsbeiträge.

Wichtige Anbieter

Die drei großen Netzbetreiber in Deutschland sind Deutsche Telekom (mit der historisch besten Netzabdeckung), Vodafone und O2 (Telefónica). Daneben gibt es zahlreiche Discount-Anbieter wie congstar, fraenk, Aldi Talk oder 1&1, die im Netz eines dieser drei Hauptanbieter funken und oft preislich attraktiver sind. Für die Nutzung auf dem Wasser empfiehlt sich grundsätzlich ein Tarif im Telekom- oder Vodafone-Netz, da diese die beste Abdeckung an Seen, Flüssen und Küstenrevieren bieten. Prepaid-Optionen sind ideal für gelegentliche Nutzer, die nicht das ganze Jahr über an Bord sind.

SIM-Extender für höher montierte Router

Ein praktisches Detail bei masthochmontierten Routersystemen ist der sogenannte SIM-Extender. Damit Sie nicht jedes Mal zum Mast hochklettern müssen, um die SIM-Karte zu wechseln, wird ein Extender unter Deck installiert, der bis zu vier SIM-Karten aufnehmen kann und über ein Ethernet-Kabel mit dem Router am Mast verbunden ist. Über LED-Anzeigen sehen Sie den aktuellen Status der jeweiligen SIM. Das ist besonders praktisch, wenn Sie zwischen verschiedenen Anbietern oder Ländern wechseln möchten.

 

Starlink hat den Markt für maritimes Internet in den letzten Jahren massiv verändert. Vor allem für Blauwasserskipper, Charteryachten und Berufsschifffahrt ist es zur ersten Wahl geworden. Doch wie sinnvoll ist Starlink eigentlich für klassische deutsche Binnenreviere und küstennahe Nutzung?

Hardware-Optionen

Für die Bootsnutzung haben sich zwei Starlink-Hardwarevarianten etabliert. Die Starlink Mini ist eine sehr kompakte Variante, die direkt mit 12V/24V-Bordspannung betrieben werden kann und sich problemlos auf Reling, Heck oder Kajütendach montieren lässt. Sie bietet ein 110-Grad-Sichtfeld, was bei einem schwingenden Boot ausreichend ist, um den Kontakt zur Satellitenkonstellation aufrechtzuerhalten. Die größere Starlink Flat High Performance ist für gewerbliche Anwendungen, größere Yachten und Schiffe in rauem Seegang konzipiert und entsprechend deutlich kostspieliger – für die meisten Sport- und Freizeitboote ist sie überdimensioniert.

Tarife und Roam-Pläne

Für Bootsanwender sind die Roam-Tarife von Starlink relevant. Auf deutschen Binnengewässern und in Küstennähe innerhalb der 12-Seemeilen-Zone gelten die regulären Land-Tarife – „Ocean Mode” mit teuren Gigabyte-Abrechnungen ist nur jenseits dieser Grenze nötig. Steinhuder Meer, Mittellandkanal, Bodensee, Mecklenburgische Seenplatte und auch die deutsche Ostsee-Küste fallen praktisch immer in den günstigeren Landtarif. Die Tarife unterscheiden sich primär im Datenvolumen, und ab 2026 wurden die Gratis-Hardware-Aktionen auf den Basis-Tarifen durch eine monatliche Mietgebühr ersetzt.

Stromversorgung – der kritische Punkt

Die häufigste Quelle für Frust mit Starlink an Bord ist nicht die Verbindung selbst, sondern die Stromversorgung. Eine Standard-Starlink-Antenne zieht im normalen Betrieb 25–40 Watt, beim Booten oder bei aktivierter Heizfunktion (Schnee/Eis) aber durchaus 100–150 Watt – mehr als ein Kühlschrank an Bord. Wer Starlink dauerhaft nutzen möchte, braucht ein leistungsfähiges Batteriesystem mit ausreichend Solarunterstützung oder einen regelmäßig laufenden Generator. Die Mini-Variante mit direktem DC-Anschluss ist hier deutlich genügsamer und für die meisten Freizeitboote die sinnvollere Option.

Marina-WLAN verstärken

Wenn das Boot fest am Steg liegt, ist das Marina-WLAN oft die naheliegendste Verbindung – und in vielen Häfen ist sie sogar kostenlos. In der Praxis ist die Signalqualität jedoch häufig enttäuschend, weil der Accesspoint im Hafenbüro mehrere hundert Meter entfernt steht und die direkte Sichtlinie durch Masten, andere Schiffe und Hafengebäude unterbrochen wird. Mit einem dedizierten Marine-WLAN-Booster lässt sich die nutzbare Reichweite deutlich verlängern.

Funktionsweise und typische Geräte

Ein Marine-WLAN-Booster (wie etwa die Rogue-Wave-Serie von Wave WiFi) besteht aus einer hochleistungsfähigen Außenantenne in salzwasserbeständigem Edelstahlgehäuse, die über ein einziges Ethernet-Kabel mit Strom und Daten versorgt wird (Power over Ethernet, PoE). Im Inneren des Geräts arbeitet ein leistungsstarker WLAN-Empfänger, der das schwache Signal aus dem Hafen empfängt, verstärkt und an einen internen Router weiterleitet. Dieser baut dann ein neues, starkes WLAN-Netz an Bord auf, mit dem sich alle Endgeräte verbinden können. Mit gutem Sichtkontakt sind Verbindungen über mehrere Kilometer möglich – im typischen Hafenbetrieb sind realistisch 100 bis 500 Meter zum Accesspoint.

Reichweite und Realität

Die in Herstellerprospekten beworbenen Reichweiten von 5 bis 7 Meilen gelten nur bei freier Sichtlinie über offenes Wasser – Bedingungen, die in einer typischen Marina kaum vorkommen. Realistischer ist die Annahme, dass ein guter Booster den Unterschied zwischen einer praktisch unbrauchbaren und einer komfortabel nutzbaren Verbindung ausmacht. Beachten Sie auch, dass das Marina-WLAN selbst meist begrenzt ist: Viele Häfen drosseln die Geschwindigkeit pro Nutzer oder begrenzen den Datenverkehr. Für reine Komfortnutzung – E-Mail, leichtes Surfen, kleinere Updates – ist das ausreichend, für Streaming oder größere Downloads häufig nicht.

Multi-WAN-Router: Mehrere Verbindungen kombinieren

Wer auf maximale Ausfallsicherheit Wert legt, kann mehrere Verbindungsarten parallel betreiben und automatisch verwalten lassen. Ein Multi-WAN-Router überwacht alle aktiven Verbindungen – etwa Mobilfunk, Marina-WLAN und Satellit – und schaltet automatisch auf die jeweils beste oder günstigste Option um, falls eine ausfällt oder zu teuer wird.

Wann sich ein Profi-Router lohnt

Für klassische Wochenend-Skipper auf dem Steinhuder Meer ist ein Multi-WAN-Setup in den meisten Fällen Overkill. Sinnvoll wird es vor allem in zwei Konstellationen: bei dauerhaft an Bord lebenden Eignern, die professionell von Bord aus arbeiten und kein Internetausfall hinnehmen können – oder bei Skippern, die häufig zwischen sehr unterschiedlichen Revieren wechseln (Binnenland, Küste, Ausland) und in jeder Umgebung die optimale Verbindung nutzen möchten. Die bekannteste Plattform in diesem Bereich kommt vom Hersteller Peplink, dessen MAX-Serie als faktischer Industriestandard im Yachtbereich gilt. Mit der „Synergy Mode”-Funktion lassen sich zwei oder mehr Peplink-Geräte (etwa ein masthochmontierter Dome und ein interner Hauptrouter) zu einem einheitlichen System verschmelzen.

Software-definierte Priorisierung

Moderne Multi-WAN-Router arbeiten mit sogenannten SD-WAN-Regeln (Software Defined Wide Area Network). Sie messen kontinuierlich Latenz, Bandbreite und Paketverluste aller aktiven Verbindungen und entscheiden auf dieser Basis automatisch, welche Verbindung für welchen Datenverkehr genutzt wird. Streaming kann etwa zwingend über das kostengünstige Marina-WLAN laufen, während wichtige Navigationsanwendungen die stabile Mobilfunkverbindung priorisieren. Solche Setups erfordern jedoch ein gewisses Maß an technischem Verständnis bei der Konfiguration und sind in der Regel etwas, das man fachkundig einrichten lässt.

Stromversorgung an Bord – ein oft unterschätztes Thema

So unscheinbar das Thema klingt – die Stromversorgung ist bei Bordinternet häufig der Knackpunkt. Router, Antennen und Modems laufen idealerweise direkt am 12V- oder 24V-DC-Bordnetz, ohne Umweg über einen Wechselrichter. Jeder zusätzliche Wandlerschritt verursacht Verluste und ist eine potenzielle Fehlerquelle. Hochwertige Marinerouter und Marineantennen sind deshalb meist von vornherein für DC-Betrieb ausgelegt und akzeptieren oft einen breiten Eingangsspannungsbereich.

Bei besonders stromhungrigen Komponenten wie Starlink ist ein DC-DC-Konverter nötig, der die Bordspannung auf die geforderten 48 V oder 56 V hebt. Wichtig ist hier die ausreichende Dimensionierung: Beim Start kann die Stromaufnahme kurzzeitig stark ansteigen, was bei zu schwach ausgelegten Wandlern zu sogenannten „Boot-Loops” führt – der Router startet immer wieder neu, ohne je vollständig hochzufahren. Eine saubere Verkabelung mit ausreichend dimensionierten Querschnitten und sauberer Sicherung ist ebenso wichtig wie das eigentliche Gerät.

Sicherheit: VPN auf dem Boot

Wenn das Boot häufig in unterschiedliche Netze eingewählt wird – fremde Marina-WLANs, ausländische Mobilfunknetze, öffentliche Hotspots – steigt das Risiko, dass sensible Daten abgegriffen werden. Online-Banking, Geschäftskommunikation oder einfach private Nachrichten sollten deshalb möglichst nicht ungeschützt über solche Netzwerke laufen.

Ein VPN (Virtual Private Network) verschlüsselt den gesamten ausgehenden Datenverkehr und leitet ihn über einen vertrauenswürdigen Server. Damit sind die übertragenen Daten auch in einem unverschlüsselten WLAN nicht mehr lesbar für Dritte. Praktischerweise lässt sich ein VPN direkt auf vielen Marineroutern einrichten – damit profitieren automatisch alle Bordgeräte vom Schutz, ohne dass auf jedem Smartphone, Tablet oder Laptop eine separate App laufen muss. Anbieter wie NordVPN, Surfshark oder ExpressVPN bieten passende Konfigurationen für gängige Marinerouter.

Ein zweiter Vorteil eines VPN ist das Umgehen geografischer Beschränkungen: Wer im Ausland unterwegs ist, kann mit einem deutschen VPN-Server weiterhin auf Heimat-Streamingdienste oder Banking-Portale zugreifen, die in fremden Ländern oft gesperrt sind.

Drei typische Setups für deutsche Bootstypen

Aus der Vielzahl möglicher Konfigurationen kristallisieren sich drei Profile heraus, die für die meisten deutschen Bootseigner relevant sind. Die folgende Übersicht zeigt jeweils, welche Komponenten typisch sind und für welchen Einsatzzweck sie passen.

Setup 1: Wochenend-Tagesausflug auf dem Steinhuder Meer

Für klassische Tagesfahrten auf einem überschaubaren Binnensee, mit gelegentlichen Übernachtungen im Hafen, ist die einfachste Lösung meist die richtige. Ein mobiler 4G/5G-Router mit Außenantenne deckt den Bedarf vollständig ab – ergänzt um eine vernünftige Daten-SIM eines deutschen Anbieters. Wer öfter in derselben Marina liegt, kann zusätzlich einen einfachen WLAN-Booster installieren, um das Hafennetz besser nutzen zu können. Investition und laufende Kosten bleiben überschaubar; ein Satellitensystem ist hier in der Regel nicht nötig.

Setup 2: Längere Wochenend-Cruises mit Kabinenboot

Wer mit einem Kabinenboot wie der Ranieri Sauvage 24 oder größeren Modellen längere Touren plant – etwa Mittellandkanal, Ostsee-Küste oder mehrwöchige Reisen –, profitiert von einer robusteren Lösung. Ein integriertes 5G-Marinerouter-System (zum Beispiel Glomex weBBoat Plus oder eine Peplink-MAX-Lösung) mit hochwertiger Außenantenne, kombiniert mit einem Marina-WLAN-Booster, deckt die meisten Anforderungen ab. Eine zweite SIM aus einem anderen Netz – etwa Telekom als Hauptanbieter und Vodafone als Backup – erhöht die Verfügbarkeit weiter, vor allem in dünner abgedeckten Küstenrevieren.

Setup 3: Mehrwöchige Touren auf Bundeswasserstraßen und im Ausland

Für Eigner, die mehrere Wochen am Stück unterwegs sind, idealerweise mit Übernachtung an Bord und in wechselnden Revieren, lohnt sich eine professionelle Lösung. Ein Multi-WAN-Setup mit Mobilfunkrouter, Marina-WLAN-Booster und optional einer Starlink-Mini-Antenne bietet maximale Flexibilität. Mit einem Router-VPN bleibt der Datenverkehr sicher, und mit eSIM-Lösungen lassen sich auch im Ausland schnell günstige lokale Tarife buchen, ohne physische SIM-Karten zu wechseln. Eine solche Konfiguration ist eine Investition, die sich aber bei intensiver Nutzung in Komfort und Zuverlässigkeit auszahlt.

Beratung rund um Bordnetz und Elektrik bei EK Marine Service

Welches Internet-Setup zu Ihrem Boot und Ihrem Revier passt, hängt von vielen Faktoren ab: Bootstyp, Bordnetz, Liegeplatz, Reisegewohnheiten, Budget. Wir beraten Sie gerne in einem persönlichen Gespräch, welche Lösung für Ihr Boot sinnvoll ist – ohne Bindung an einen bestimmten Hersteller.

EK Marine Service ist Ihr Ansprechpartner für Motorboote, Bootsmotoren, Wartung und alles rund um das Bordnetz am Steinhuder Meer. Egal ob Sie ein neues Familienboot suchen, einen Service-Termin brauchen oder Hilfe bei der Bordnetz-Planung wünschen – wir sind für Sie da.

EK Marine Service OHG
Mardorfer Straße 41, 31535 Neustadt am Rübenberge
Telefon: +49 5036 855 49 43
E-Mail: info@ek-marineservice.de

Häufige Fragen zum Internet an Bord

Reicht mein Smartphone als Hotspot auf dem Boot aus?

Für gelegentliche Kurztrips und einfache Aufgaben (Wetter-Check, einzelne Nachrichten) reicht ein Smartphone-Hotspot in vielen Revieren aus. Sobald aber mehrere Geräte gleichzeitig genutzt werden, der Bootsrumpf das Signal abschattet oder größere Datenmengen anfallen, stößt diese Lösung schnell an ihre Grenzen. Eine fest installierte Außenantenne und ein dedizierter Router liefern in nahezu allen Situationen ein deutlich besseres Ergebnis.

Funktioniert Starlink auf dem Steinhuder Meer?

Technisch ja. Das Steinhuder Meer liegt vollständig im Starlink-Landgebiet, sodass die regulären Roam-Tarife greifen. Der teurere „Ocean Mode” ist hier nicht nötig. In der Praxis ist Starlink für ein reines Binnenrevier dieser Größe allerdings oft Overkill – eine gute 4G/5G-Lösung bietet ähnliche Geschwindigkeiten bei wesentlich niedrigeren laufenden Kosten und geringerem Stromverbrauch.

Welcher Mobilfunkanbieter hat die beste Netzabdeckung auf deutschen Gewässern?

Über alle deutschen Binnen- und Küstenreviere hinweg hat die Deutsche Telekom historisch die beste Abdeckung. Vodafone steht in den meisten Fällen knapp dahinter, O2 schneidet je nach Region unterschiedlich ab. Wer wirklich überall stabil online sein möchte, kombiniert idealerweise zwei SIM-Karten aus unterschiedlichen Netzen.

Brauche ich einen separaten Router oder reicht das integrierte WLAN am Plotter?

Plotter mit eingebautem WLAN bieten meist nur lokale Vernetzung mit anderen Bordgeräten (Smartphone, Tablet für Karten-Apps), aber keinen eigenen Internetzugang. Für einen echten Internetanschluss an Bord brauchen Sie einen separaten Router mit Mobilfunkmodem oder Satellitenverbindung. Beide Systeme funktionieren parallel und ergänzen sich.

Was kostet ein vernünftiges 4G/5G-Setup an Bord?

Die Spanne ist groß: Einfache LTE-Router mit Außenantenne starten bei wenigen hundert Euro, hochwertige integrierte Marinesysteme wie ein Glomex weBBoat Plus oder eine Peplink-Lösung liegen im vierstelligen Bereich. Hinzu kommen die Kosten für die SIM-Karte, die je nach Anbieter und Datenvolumen meist zwischen 15 und 50 Euro im Monat liegen.

Lohnt sich ein VPN auch in deutschen Marinas?

Ja, auch in vermeintlich sicheren Heimrevieren. Öffentliche Marina-WLANs sind häufig unverschlüsselt, und auch in deutschen Mobilfunknetzen kann der Datenverkehr theoretisch von Dritten mitgelesen werden, wenn keine Verschlüsselung greift. Ein router-basiertes VPN ist eine einmalige Einrichtung und schützt automatisch alle Bordgeräte – mit minimalem Aufwand für deutliche Sicherheit.

Sie haben Fragen rund um Internet, Elektrik oder Service an Bord? Kontaktieren Sie uns – wir freuen uns auf Ihren Besuch in Neustadt am Rübenberge.

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